geplante Projektpartner*innen

Büro für Pessi.mismus
Petra Lex und Nikolaus Pessler betreiben das Büro für Pessi_mismus, ein Projekt für Kunst, Aktionen, Ausstellungen und Dialog. Sie begreifen Kunst als Lebensmittel. Das Ziel: Elitäre Intelektuellenszenen, Bobo- und Spekulationskunst aufbrechen und zugänglicher machen. Dieses Vakuum nicht nur vierzehntägigen Toskana-Sommermalkurs-teilnehmenden überlassen, raus gehen zu den Menschen auf Straßen, Plätze oder Parks, in Gemeindestuben, Schulen und andere öffentliche Einrichtungen. Ihr teils martialischer Stil ist reine Absicht, Verwirrung ist erwünscht, ein Sprengen des »Links-Rechts-Schemas« Teil der Kunst.

BAWO – Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe
Die BAWO Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe wurde 1991 als gemeinnütziger Verein gegründet mit dem Ziel, als Dachverband die Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe in Österreich zu vernetzen, überregionale Aufgaben zu koordinieren und gezielte Öffentlichkeitsarbeit zur Bekämpfung und Beseitigung von Wohnungsnot und Wohnungslosigkeit zu leisten.

Saskia Dyk: Stories2Go
Stories2go ist ein offenes Schreibformat quer durch die Stadt. Wir treffen uns an unterschiedlichen Orten und lassen uns schreibend auf die Stadt ein.

Eggenberger Vielfalt
Die Eggenberger Vielfalt möchte zu einer gemeinschaftlichen Plattform für alle BewohnerInnen in Eggenberg werden. Gegenseitige Unterstützung auf allen Ebenen, reger Informationsaustausch und stetige Kommunikation mit allen positiven Kräften des Bezirkes, wie auch das gemeinsame Feiern von Festen bilden wichtige Inhalte der Vereinsarbeit.

FH Joanneum, Soziale Arbeit
Das Department »Soziale Arbeit« der FH Joanneum bereitet Studierende darauf vor, Menschen in kritischen Lebenslagen professionell zu unterstützen. Gefragt sind Problemlösungen für verschiedenste Einsatzgebiete im Bereich Kinder, Jugendliche und Familien, im Handlungsfeld Migration und Asyl, bei der Existenzsicherung und Sachwalterschaften, der Unterstützung von älteren oder erkrankten Menschen, der Beratung von Angehörigen und bei Problemen mit Kriminalität, Gewalt oder Schulden.

Forum Stadtpark Graz
Das Forum Stadtpark ist ein Produktions- und Präsentationsort für zeitgenössische Kunst. Organisiert als Künstler*innenverein, steht das Haus für einen erweiterten Kunstbegriff und für spartenübergreifendes Arbeiten in den Bereichen Architektur, Literatur, Bildende Kunst, Film, Fotografie, Medienkunst, Gesellschaftspolitik, Musik, Theater, Performance, Theorie.

Gruppe Bussi – Abteilung für Ortsbezogene Kunst
Universität für angewandte Kunst, Wien
Ortsbezogene Kunst verlässt das Studio, um sich mit konkreten Orten und realen Räumen auseinanderzusetzen – mit den „räumlichen Manifestationen“ der materiellen Welt, in der wir uns verorten. So ein Ort kann sowohl eine Idee als auch gebaute Architektur, Natur, Landschaft, Gesellschaft, der öffentliche Raum, der Ausstellungsraum, der digitale Raum, der fiktionale Raum, unser Lebensraum sein.

Inspire – Verein für Bildung und Management
inspire ist eine unabhängige gemeinnützige Einrichtung. Ein Team aus ExpertInnen erarbeitet gemeinsam mit AuftraggeberInnen und PartnerInnen inspirierende Lösungen für komplexe Fragestellungen. inspire fokussiert inhaltlich auf die Kernbereiche Bildung und Beteiligung. Sie entwickeln und implementieren Projekte für öffentliche und private AuftraggeberInnen und gestalten Arbeitsprozesse partizipativ, interdisziplinär und diversitätssensibel. Sie setzen dabei auf Zusammenarbeit, Weltoffenheit, Bereitschaft zum Teilen sowie eine nachhaltige Ausrichtung.

Institut für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie,
Universität Graz
Die Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie erforscht kulturelle und soziale Transformationsprozesse, die sich in alltäglichen Lebenswelten manifestieren. Ihre Schwerpunkte liegen in der Ethnografie und empirischen Kulturanalyse sowie in der Analyse und Interpretation des historischen Wandels kultureller Phänomene.

Jugend am Werk – housing first
Jugend am Werk – housing first bietet eine sozialarbeiterische Begleitung für volljährige wohnungslose Frauen in Graz. Die Klientinnen werden individuell sowohl beim Suchen und Finden, beim Einzug und der Erhaltung einer Wohnung sowie bei der eigenen Selbstständigkeit unterstützt. Die Betreuung wird auf die speziellen Bedürfnisse abgestimmt und fortgesetzt, bis die persönlichen Ziele erreicht sind.

Christina Lederhaas
Christina Lederhaas ist Tänzerin, Stimmtrainerin und Clownin.

Natur.Werk.Stadt
Die Natur.Werk.Stadt. ist ein vom Arbeitsmarktservice Steiermark, dem Land Steiermark und der Europäischen Union finanziertes, gemeinnütziges Beschäftigungsprojekt. Die Trägerschaft liegt beim Naturschutzbund Steiermark und der St:WUK. Ihr intensiver Einsatz für mehr Natur in der Stadt wird vor allem von arbeitslosen Menschen getragen, denen sie durch die Anstellung im Projekt eine Chance auf Arbeit geben. In vielfältigen Projekten und Arbeitseinsätzen sorgen sie für mehr Grün in der Stadt, betreiben Bildungsarbeit, schaffen Bewusstsein für die Bedeutung von Naturraum und sammeln gleichzeitig selbst wichtige Erfahrungen, die ihnen helfen wieder in den ersten Arbeitsmarkt zu finden.

StadtLABOR
Das StadtLABOR ist ein Innovationslabor für nachhaltige und lebenswerte Städte und Gemeinden. Sie verstehen die Transformation von Stadtteilen, Quartieren und Standorten als offenen und kooperativen Entwicklungsprozess, der Räume für Inspiration, Kreativität, gemeinsames Lernen und Innovation schafft.

Stadtteilmanagement vor.ort
Wir begleiten die Entwicklungen und Projektvorhaben im My Smart City Graz Quartier. vor.ort ist Treffpunkt und Informationsdrehscheibe zwischen BewohnerInnen, lokalen Unternehmen/Einrichtungen sowie der Stadt Graz und dem Projektkonsortium.

Stadtteilprojekt EggenLend
Stadtteilprojekt EggenLend ist eine Anlaufstelle für BewohnerInnen im »gefühlten« Grazer Bezirk EggenLend und wird von WIKI betreut.

Talenteküche
Die Talenteküche hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturen die Werte unserer Gesellschaft zu vermitteln, sie auszubilden und in den österreichischen Arbeitsmarkt zu integrieren.

Topothek
Die Topothek ist ein gemeinschaftlich erstelltes und bearbeitetes Online-Archiv sowie ein regionalhistorisches Nachschlagewerk. Ziel ist die Sicherung und Sichtbarmachung von historischem Material aus Privatbesitzen. Bilder, Tonaufnahmen, Videos, Zeichnungen, Objekte, schriftliche Dokumente sind Erinnerungsstücke und Momenteindrücke. Sie zeigen, wie etwas zu einem bestimmten Zeitpunkt war oder wahrgenommen wurde.
Die Objekte werden zusammen mit zusätzlichen Informationen/Geschichten/Erinnerungen in der topothek für das kollektive Gedächtnis und eine gemeinsame Erinnerungskultur digital gesichert. Die Originale verbleiben dabei bei den Besitzer/-innen, die gemeinsam mit den Topothekar/-innen das Wissen sowie die Geschichte(n) zu den „Objekten“ erarbeiten. Alle Bestände und Informationen zu diesen sind in der Topothek über Schlagworte, Datierung und Verortung auf dem aktuellen Stadtplan miteinander verknüpft und dadurch für Benutzer/-innen optimal durchsuch- bzw. filterbar.

Ultra-red
Gegründet 1984 von AIDS-Aktivisten gehören Ultra-red heute Künstler*innen, Forscher*innen und Aktivist*innen verschiedener sozialer Bewegungen an, die sich den Fragen und Kämpfen um Migration, Anti-Rassismus, partizipativer Nachbarschaftsentwicklung und den Politiken von HIV/AIDS widmen. Als Kollektiv hat die Gruppe Radiobeiträge, Performances, Installationen, Texte und Aktionen im öffentlichen Raum realisiert.

Universität zu Köln – Labor für Kunst und Forschung
Das »Labor für Kunst und Forschung« des Instituts für Kunst und Kunsttheorie der Universität zu Köln ist ein Labor für künstlerisch-forschende Praxis und diskursive Plattform für Ausstellungen, Workshops und Vorträge.

VinziNest
Die Vinzenzgemeinschaft Eggenberg geht schon seit 1992 all jenen Fremden nach, die nicht wissen, wovon sie leben sollen. Sie bemüht sich, mit ihren ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen, den Fremden unter uns ein Minimum an Geborgenheit und Schutz zu geben. Das VinziNest versteht sich als Notschlafstelle für Armutsmigranten und ist eine reine Nachtschlafstelle. Das VinziNest ist täglich von 18:00 bis 7:00 Uhr geöffnet, Einlass ist von 16:00 bis 22:00 Uhr. 80 Menschen erhalten pro Tag eine warme Mahlzeit und haben die Möglichkeit, dort ihre Wäsche waschen zu lassen.

 

Texte/Materialien/Links

Silke Helfrich, Felix Stein: Was sind Gemeingüter?

Stavros Stavrides: Common Space: Die Stadt als Gemeingut – Eine Einführung

Saskia Sassen: The City: A Collective Good?

Saskia Sassen: Wuchern der Verknüpfungen.
Die Globalisierung baut auf die Errungenschaften des Nationalstaats

Ceren Türkmen: The Fabric of Communities in Struggle. Moralische Ökonomie, Alltagswissen und Migration in den Kämpfen um die soziale Stadt

Roger Behrens: Zur Kritik der politischen Ökonomie der Stadt

Nina Gribat, Hannes Langguth, Mario Schulze:
»Make-Shift-Urbanismus« in den Zeiten einer »Absoluten Gegenwart«?

Guy E. Debord: Perspektiven einer bewußten Änderung des alltäglichen Lebens

Raoul Vaneigem: Anmerkungen gegen den Urbanismus

Christoph Schäfer: »We Don’t Just Want A Piece Of Cake…« Kunst, Partizipation und die ewigen Werte der Bourgeoisie

Harald Bodenschatz/Harald Kegler:
New Urbanism als Strategie für die regionale Stadt?

Sonja Brünzels: Reclaim the Streets. Karneval und Konfrontation

Urbanophil. Netzwerk für urbane Kultur

dérive. Zeitschrift für Stadtforschung

 

Berliner Hefte zu Geschichte und Gegenwart der Stadt

sub\urbanzeitschrift für kritische stadtforschung

Nachbarschaftsakademie, Berlin

PlanBude
Planung mit dem Wissen der Vielen

Kotti & Co
Die Mietergemeinschaft am Kottbusser Tor

CitizensLab
European network of local actors of change

Urbane Künste Ruhr

Council for European Urbanism
europäisches Netzwerk für Städtebaureform

 

Aktionsforschung, partizipative und engagierte Forschung

Jarg Bergold & Stefan Thomas: Participatory Research Methods: A Methodological Approach in Motion. Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research, 13 (1). Art. 30, 2012

Mario Becksteiner: Militant Research and Research Militancy

Severin Halder: Gemeinsam die Hände dreckig machen : Aktionsforschungen im aktivistischen Kontext urbaner Gärten und kollektiver Kartierungen, Bielefeld: transcript, 2018 (download)

 

Related projects for Urban Subjects by Jeff Derksen and Bitter & Weber

Canadian Literature and the Temporality of Dying Colonialism

Jeff Derksen
Linking the temporality of modernism to the cultural appropriation of Indigenous cultures in Canadian literature

Jeff Derksen
Productive Presentism
An argument for attention to the present as an overlooked possibility.

»From a Future Window«
Poster Project by Urban Subjects: Rhythm-analysis by Urban Subjects, realized for SFU Galleries, Vancouver, 2015, adapted for »Spatialization I: Dividuality of Spaces/Spaces of Dividuality« at halfway, Vienna, 2019

Approaching the Long Moment

Momentarily: Learning from Mega-Events
Edited by Bik Van der Pol, Alissa Firth-Eagland and Urban Subjects.
Western Front, 2011 [PDF-Version]

Sabine Bitter & Helmut Weber: A Sign for the City
Public art project hat reassigns the meaning of Vancouver’s Nine O’clock Gun.

Links to related texts/ articles/ work

Locating the Producers: Durational Approaches to Public Art
Paul O’Neill & Claire Doherty (eds.)
Antennae 2011

Paul O’Neill: Three Stages in the Art of Public Participation
Curator and writer Paul O’Neill on the durational experience of public time

Elizabeth Freeman: Time Binds. Queer Temporalities, Queer Histories
Freeman queers normative time constructs (»chrononormativity«).

 

Literaturliste

Marius Babias, Achim Könneke (Hg.):
Die Kunst des Öffentlichen. Projekte, Ideen, Stadtplanungsprozesse im politischen, sozialen, öffentlichen Raum. Verlag der Kunst Dresden 1998

Nina Bandi, Michael G. Kraft u. a. (Hg.): Kunst, Krise, Subversion. Zur Politik der Ästhetik. transcript 2012

Becker/Burbaum/Kaltwasser u. a. (Hg.): Learning from*. Städte von Welt, Phantasmen der Zivilgesellschaft, informelle Organisation. metroZones 2/NGBK 2003

Sabine Bitter/Helmut Weber: Right, to the City. Fotohof Edition 2009

Sabine Bitter/Helmut Weber: Caracas, Hecho en Venezuela. Revolver 2005

Sabine Bitter/Helmut Weber: Live Like This! Edition Camera Austria 2005

Büro Bert (Hg.): Copyshop. Kunstpraxis und politische Öffentlichkeit. Edition ID-Archiv 1993

Sabine Breitwieser, steirischer herbst (Hg.): Utopie und Monument. Ausstellung für den öffentlichen Raum 2009 – 2010. Springer Verlag 2011

Adam Budak, Peter Pakesch u. a. (Hg.): Volksgarten. Die Politik der Zugehörigkeit. Verlag der Buchhandlung Walther König 2007

Claudia Büttner: Art goes public. Von der Gruppenausstellung im Freien zum Projekt im nicht-institutionellen Raum. Verlag Silke Schreiber 1996

Michel de Certeau: Kunst des Handelns. Merve 1988 [1980]

Jeff Derksen: How High Is the City, How Deep Is Our Love. Chilliwack Biennial 2010 und Fillip 2011

Werner Fenz (Hg.): offsite Graz. Kunst im öffentlichen Raum. Leykam 2005

Elke Krasny, Irene Nierhaus (Hg.): Urbanografien. Stadtforschung in Kunst, Architektur und Theorie. Reimer 2008

Miwon Kwon: One Place After Another. Site-Specific Art and Locational Identity. MIT Press 2002

Andreas Lechner & Petra Maier (Hg.): Stadtmotiv*. 5 Essays zu Architektur, Stadt und Öffentlichkeit. edition selene 1999

Henri Lefèbvre: Die Revolution der Städte. b_books 2003

Christa Maar, Florian Rötzer (Hg.):
Virtual Cities. Die Neuerfindung der Stadt im Zeitalter der globalen Vernetzung. Birkhäuser 1997

Marco de Michelis, Peter Pakesch (Hg.):
M Stadt. Europäische Stadtlandschaften. Verlag der Buchhandlung Walther König 2005

NGbK (Hg.): AGBaustop.randstadt,- #1: aggressives, nicht-akkumulatives, städtisches Handeln. b_books 1999

<rotor> (Hg.): Annenviertel. Die Kunst des urbanen Handelns. Dokumentation 2009 – 2011. 2011

Richard Sennett: Verfall und Ende des öffentlichen Lebens. Die Tyrannei der Intimität. BTV 1983 [1974]

Manfred Smuda (Hg.): Die Großstadt als »Text«. Fink 1992

 

Studien zur Stadt Graz

Larissa Binder: Sozialraumorientierung am Beispiel des Vinzenz-Muchitsch-Hauses. Masterarbeit, Universität Graz, Institut für Erziehungs- und Bildungswissenschaft, 2017

Christian Thomas Hain: Segregation: Prozesse und Strukturen in den Bezirken Graz und Graz- Umgebung. Graz, 2019

Manfred Omahna: Menschen in urbanen Räumen: über die Vielfalt der Raumwahrnehmung Grazer Stadträume. Forum Kulturanthropologie und Architektur, Graz 2009

Simone Skazel: »Stadtteilzentrum Triesterstraße« in Graz. Masterarbeit, Institut für Erziehungs- und Bildungswissenschaft, 2011

Marie-Therese Sagl: Soziale Nachhaltigkeit und architektonische Gestaltung: eine Analyse zum Einfluss baulicher Strukturen auf soziale Ressourcen im Wohnbau am Beispiel von sieben Grazer Stadtquartieren. Dissertation, Universität Graz, Institut für Soziologie, 2015