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Noch ein Literaturhinweis zur Stadt als Gemeingut (posted by Reinhard Braun – 28. Januar 2020 15:38)Antwort
Bereits im Jahr 2017 hat Mathias Heyden – der als Moderator des ersten Treffens eingeladen war – gemeinsam mit Stavros Stavrides in der Publikationsreihe Berliner Hefte zu Geschichte und Gegenwart der Stadt eine Ausgabe zum »Gemeingut Stadt« herausgegeben:

„Gemeingüter sind weder etwas, das einfach da draußen existiert, noch sind sie etwas, das – objektiv gesehen – bestimmten Ressourcen oder Dingen innewohnt. Sie sind eine Beziehung zwischen Menschen und den von ihnen kollektiv als essentiell für ihre Existenz beschriebenen Bedingungen“, schreibt Stavros Stavrides, Architekt, Aktivist und Autor von Common Space: The City as Commons. Stavrides versteht die Herstellung, Entwicklung und Pflege von Gemeingütern als eine soziale Praxis, die kapitalistische Werte und hierarchische Formen gesellschaftlicher Organisation radikal herausfordert. Auf diese Weise gestaltete städtische Räume unterscheiden sich von privatisierenden Einhegungen und von öffentlichem Raum, wie wir ihn kennen: gemeinsame Räume, die permanent einladend und im Entstehen begriffen sind, die nicht nur geteilt werden, sondern das Teilen selbst mitbestimmen. In diesem von Mathias Heyden herausgegebenen Heft führt Stavrides in sein Nachdenken über das Gemeingut Stadt ein. Am Beispiel besetzter Plätze, selbstverwalteter Einrichtungen und autonomer Nachbarschaften in Griechenland und Lateinamerika veranschaulicht er seine Theorie eines städtischen Gemeinschaffens, das im Kontext der globalen Debatten und Kämpfe um soziale und ökonomische Gerechtigkeit einen möglichen Weg hin zu einer in der Tat emanzipierten Gesellschaft weist.
Vorschlag Workshop: Die Stadt als Gemeingut (posted by Reinhard Braun – 18. Januar 2020 12:40)Antwort
Eines der Ziele des Projekts »Die Stadt & Das gute Leben« könnte darin bestehen, Impulse für eine verstärkte Debatte der Stadt als Gemeingut zu liefern. Dabei soll es nicht um Theorie gehen, sondern um die Frage, wie sich Aspekte des Gemeinschaffens in konkreten Projekten umsetzen lassen bzw. um Beispiele, wo das bereits umgesetzt wurde. Für alle, die dazu etwas lesen möchten, hier ein Hinweis auf die Architekturzeitschrift arch+, die im Jahr 2018 diesem Thema eine Ausgabe gewidmet hat:

»Gemeinschaffen ist ein Prozess der Aushandlung von Unterschieden und Konflikten zwischen Individuum, Gemeinschaft und Gesellschaft. Ein Prozess der räumlichen Organisation der Beziehungen zwischen Produktion und Reproduktion, Eigentum und Zugang zu Ressourcen. Ein Prozess, in dem Solidaritätsnetzwerke geknüpft und die individuellen und kollektiven Rechte neu definiert werden. Das Projekt stellt die vorherrschenden sozialen und politischen Strukturen infrage und sucht nach neuen Formen einer kollektiven und dennoch pluralistischen Governance. An Atlas of Commoning entfaltet ein Netzwerk der Ideen für ein solidarisches und emanzipatorisches Gemeinschaffen, welches das Individuum nicht in der Gemeinschaft gleichschaltet, sondern das Einzigartige, das Andersartige und das Besondere zu entscheidenden Qualitäten des Miteinanders macht.«