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Wie soll das Miteinander in Graz gefördert werden ... gerade nach der Corona-Zeit? (posted by Reinhard Braun – 15. Mai 2020 15:50)Antwort
Das ist das Thema eines Sozial-Konvents, dessen Thema mir für die Frage nach dem guten Leben in der Stadt durchaus relevant erscheint:

Dienstag, 19. Mai 2020, 18:00-20:00 Uhr
Online-Veranstaltung über Zoom (Link wird kurz davor auf https://aktiv-demokratie.at/sites/termin.php?id=875 veröffentlicht)

Am Podium sind:
Sandra Schimmler (Sozialamt der Stadt Graz)
Michael Wrentschur (Uni Graz, InterACT)
Gerhard Hofbauer (Caritas Graz)

Die Veranstaltunng wird unterstützt durch das Kulturjahr 2020 der Stadt Graz.
Sozialstadtrat Kurt Hohensinner wird eröffnen.
Lektüreempfehlung (posted by Antonia Schneider – 20. April 2020 08:53)Antwort
»Zuhause. Die Suche nach dem Ort, an dem wir leben wollen.« von Daniel Schreiber, Berlin: Suhrkamp 2018.

Daniel Schreiber beschäftigt sich in seinen essayistischen Abhandlungen mit dem Konzept des »Zuhause-Seins« im urbanen und ländlichen Raum. Ausgehend von seinen traumatischen Erlebnissen, die er als homosexueller Jugendlicher in einem kleinen Dorf in der DDR gemacht hat, erzählt Schreiber, wie sich Menschen und Städte zu einem Zuhause entwickeln können und wie es ist, als Künstler beruflich in der Welt unterwegs zu sein bzw. unterwegs zuhause zu sein.
Die folgende Textpassage nimmt Bezug auf Roland Barthes »Reich der Zeichen«. Schreiber will damit den besonderen Erfahrungswert sowie den Perspektivenwechsel, den ein Spaziergang durch eine Stadt evoziert, hervorkehren:

»Wir alle, so Barthes, neigten dazu, die Stadt als einen Text zu lesen, als eine Aneinanderreihung von Adressen, von Geschichten und Dingen, die wir kennen. Gleichzeitig aber könne man eine Stadt nur durch 'Gehen und Sehen, durch Gewöhnung und Erfahrung' kennenlernen. Den Ort, an dem man lebt, könne man nur zum eigenen Ort, zum eigenen Erfahrungsraum machen, indem man sich selbst als eine Art 'Ethnograph' betätige.«

Hier der Link für weitere Informationen: daniel-schreiber.org
Jens Schanze: »La buena vida« (2015/16) (posted by Antonia Schneider – 14. April 2020 09:31)Antwort
Im Kontext des »guten Lebens« möchte ich eine Filmempfehlung an alle Cineast*innen aussprechen, die sich für die »buen vivir«-Lebensweise der indigenen Bevölkerungsgruppen in Südamerika interessieren.
Jens Schanzes Dokumentarfilm »La buena vida« aus dem Jahr 2015/16 beschäftigt sich mit dem Kohleabbau im La Guajíra (Kolumbien) und der daraus resultierenden Bedrohung für die Wayùu Indígenas. Um Kohle aus der 700km2 großen Cerrejón-Mine abbauen zu können, soll die Wayúu Gemeinschaft Tamaquito umsiedeln. Nach langwierigen Verhandlungen willigen sie ein, aber der vom multinationalen Bergbaukonzern versprochene Wasseranschluss versiegt bereits nach einigen Tagen.
Der Film begleitet die Wayúu Gemeinschaft und hinterfragt sowohl das europäische Wohlstandsstreben, als auch den Prozess der Kohlegewinnung.

Hier der Link zum Trailer: http://www.dasguteleben-film.de/trailer/

Auf der Website http://www.dasguteleben-film.de/start/ kann man zudem nähere Informationen zur Kultur der Wayúu sowie zur Filmgenese und den Dreharbeiten nachlesen.